Im alten Königreich

Ayutthaya

Von Bangkok aus waren wir bereits mit einem Stapel an Tickets für jegliche Fortbewegungsmittel und Unterkünfte ausgestattet, sodass wir unserem Abholer zum Bahnhof in Bangkok unser gedachtes Ticket gaben. Dies stellte sich jedoch nicht als Ticket heraus, sondern als Infozettel, dass er uns abholt und ein Ticket für den Zug nach Ayutthaya kaufen solle. Für die kosten kam er auf und wurde wohl von der Agentur im Voraus bezahlt (oder so ähnlich?).

Mit unseren vom Abholer gekauften Tickets stiegen wir in unseren Zug ein – relativ Menschenleer, sauber und alles komplett aus Holz. Wir wunderten uns nur warum andere Fahrgäste Decken, Kissen und ähnliches bei sich hatten. Nachdem der Zug los rollte, wussten wir allerdings warum; Die Holzbänke waren aus Holz und alles andere als bequem und das ständige Gewackel vom Zug ließ einen gegen die Lehne auf der einen oder die Wand auf der anderen Seite rutschen. Für unsere relativ kurze fahrt war es akzeptabel…
Nach 3,5 Stunden hielt der Zug in Ayutthaya, einer kleinen Stadt in Zentralthailand. Wozu es Bahnstege gibt? Dass haben sich die Thais hier wohl auch gefragt, und nur an ein paar Gleise welche gebaut – unser Gleis gehörte jedoch nicht dazu. So durften wir aus dem Zug klettern und erst einmal über die restlichen Gleise laufen (die ja weiterhin von anderen Zügen befahren wurden) um zum „Bahnhofsgebäude“ zu gelangen. Von dort aus ging es mit dem Tuk tuk (die hier in der Gegend schon ganz anders aussehen als in Bangkok) zu unserer Unterkunft.

Unser "neues" stylisches TukTuk

Unser „neues“ stylisches TukTuk

Den Spätnachmittag verbrachten wir in nähe der Altstadt Ayutthayas, die im Gegensatz zu unserem ersten Thailand Eindruck aus Bangkok sehr süß wirkte: klein, verlassen, leere Straßen hier und dort ein kleiner Marktstand der frisches Obst/Gemüse oder aber Blumen verkaufte.

sämtliche Martkstände...

sämtliche Martkstände…

Hauptsächlich waren wir aber wegen dem „Wat Maha That“, dem Historischen Park hier, den wir gleich am nächsten Morgen besichtigten.

Der Bau des gesamten komplexes begann bereits um 1374 und wurde von zahlreichen Königen über die Jahrhunderte hinweg erweitert. Da Ayutthaya zu jenem Zeitpunkt die Hauptstadt des gleichnamigen „Staates“ war, zählte der Komplex zu den wichtigsten Tempelanlagen. Allerdings wurden bei dem Einfall der Birmanen 1767 zahlreiche bauten zerstört, was bis heute noch sichtbar ist.

Neben zahlreichen Ruinen, in denen sich Buddhas in allerlei Größen befinden (und teilweise sogar Schärpen aus echtem Stoff tragen), findet man gleich zu Anfang auch inmitten einer Baumwurzel den Kopf eines Buddhas. Der Legende nach wurde jene zugehörige Skulptur von einem Birmanen enthauptet und der Kopf dort liegen gelassen. Als ein Thai den Kopf fand und ihn vor weiteren Schäden schützen wollte, entschied er sich diesen genau dort zu vergraben. Jedoch hat die Natur es nicht hinnehmen wollen diese heilige Statue dort verschüttet zu lassen. So gelang es durch ihretwillen den Kopf mithilfe einer Baumwurzel wieder ans Tageslicht zu bringen, wo er sich bis heute noch befindet.

Ein Buddhakopf inmitten einer Baumwurzel

Ein Buddhakopf inmitten einer Baumwurzel

Categories: Südostasien, Thailand

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