Chiang Mai

… meine absolute Lieblingsstadt in Südostasien!

Nachdem ich schon mehrere Großstädte wie Kuala Lumpur, Bangkok,.. aber auch kleinere Gegenden wie Ayutthaya oder Sukhothai gesehen hatte, fand ich mich hier, in Chiang Mai wieder und verliebte mich sofort in diese Stadt! Definitiv werde ich diese Stadt in (hoffentlich naher) Zukunft noch einmal sehen, denn noch lange habe ich dort nicht alles gesehen und erlebt, was auf meiner Bucketliste steht. Bis heute zählt sie zu meinen absoluten Lieblingsstädten Südostasiens und dass hat mehrere Gründe. Denn so ziemlich alles, was mich an Südostasien fasziniert, findet sich hier in Chiang Mai zusammen;
Die Märkte, mit super leckerem Essen. Jedes Mal aufs Neue stellt es mich vor die Wahl, was denn nun besser sein könnte und bisher wurde ich wirklich NIE enttäuscht. Hier, in Chiang Mai, ist das Essen nicht allzu scharf (im Gegensatz zum Süden Thailands), sehr Gemüselastig (perfekt für mich!) und oftmals reich an Meeresfrüchten. Alleine die Zubereitung, ein einfacher Spaziergang über den Markt, ist ein Erlebnis.


…welche roh aber auch frisch gegrillt gekauft werden können


Gerichte frisch aus dem Wok

Neben den zahlreichen Currys, Nudel- und Reispfannen gibt es auch allerlei süße Stückchen und exotische Früchte. Dabei gehören Rambutan (etwas wie litschi nur nicht allzu intensiv) und Mangostane (was an einen Mix von Litschi, Traube, Ananas erinnert) zu meinen absoluten Favoriten! Diese können neben Bananen auch meiner Meinung nach bedenkenlos gegessen werden, da sie beständige Schalen haben und somit vor Tieren wie auch Leitungswasser geschützt sind.

Schon mehrmals in den vergangenen Tagen lief ich über Märkte und wunderte mich immer wieder über einen sehr intensiv, beißenden Geruch, der an vergorenes Obst erinnerte. Mein Verdacht, dass es die hygienischen Umstände waren, stellte sich nun als falsch heraus; Es war Durianfrucht (auch Stinkfrucht genannt). Viele Menschen die ich traf erklärten sie mir als sehr süße Frucht die etwas an Ananas erinnern soll. Allerdings hat mein Magen aufgrund des Geruchs es bis heute noch nicht fertig gebracht sie einmal zu probieren. Selbst in Hostels steht oftmals ausgeschrieben, dass die Mitnahme einer Durianfrucht in die Unterkunft untersagt ist und mit Geldstrafe geahndet wird. Als ich einmal in einem Hostel untergebracht war, traf ich auf meinem Zimmer auf ein Mädchen, dass wenige Minuten zuvor Durian auf einem Markt gegessen und mit bloßen Händen angefasst hatte. Ihre Hände rochen nach mehrmaligem waschen immer noch und verbreiteten den Geruch selbst im Zimmer…

ein Früchtekorb (aus Vietnam) mit Rambutan (rote stachelige Frucht) und Mangostane (schwarze, klumpige Frucht)

Natürlich gibt es auf den ganzen Straßenmärkten und dem rießigen Nachtmarkt auch allerlei Accessoires, meine heiß geliebten Haremshosen und sämtlichen Elektrokram (die natürlich immer original sind und nur hier zu einem Bruchteil des eigentlichen Preises erhältlich sind… *zwinker*).

An Kultur mangelt es in Chiang Mai auch nicht. So gibt es hier meiner Meinung nach die schönsten buddhistischen Tempel, wobei jeder einzelne komplett einzigartig und sehr aufwendig gestaltet ist. Dabei unterscheidet man jedoch zwischen einem Wat (Gebäudekomplex, also mehrere Tempel) und einzelnen Tempeln.

Was mich an Asien wohl am meisten fasziniert ist der Buddhismus. Viel beschäftige ich mich mit den landestypischen Ritualen und Auslegungen Buddhas Philosophie. Dabei wird jedoch kein Gott angebetet, sondern den Regeln und Ansichtsweisen über das Leben von „Siddhartha Gautama“ (einem Königssohn) gefolgt. Gelingt dies einem Buddhisten, kann er auf eine Wiedergeburt hoffen. Der Respekt gegenüber Statuen Buddhas Abbild ist dadurch enorm und es gibt strikte Regeln in den Tempeln; Die Schultern und Knie müssen bedeckt sein, Schuhe müssen außerhalb der Anlagen ausgezogen werden und dürfen nur barfuß erkundet werden, es dürfen keine weiteren Ebenen (wie kleine Erhebungen für Stühle der Mönche) betreten werden,… Eigentlich ziemlich simple Regeln, jedoch gibt es auch ein paar Kleinigkeiten die mich immer wieder unsicher machen.

So ist bis heute ist der Kontakt für mich als Frau zu einem Mönch (besonders in Thailand) noch ein schwieriges Thema.

Ein Mönch ist in Thailand ein gesellschaftlich sehr angesehener Mann. So sehr, dass sogar viele Thaifrauen auf eine Wiedergeburt als männlicher Mönch in einem zukünftigen Leben hoffen. Das Leben eines Mönches beinhaltet jedoch die Regel, auf jegliche Besitztümer (neuerdings ist jedoch ein Handy/Tablet davon ausgeschlossen) und Versuchungen irdischen Lebens zu verzichten. Dazu gehört nun auch eine Frau – einem Mönch ist es also niemals gestattet eine Frau auch nur annäherungsweise zu berühren. Dies gilt natürlich aus Respekt auch für die Frauen, einen Mönch nicht in Versuchung zu bringen. Manchmal stellt sich dies allerdings als Herausforderung raus, wenn z.B der Supermarkt die Größe meines Wohnzimmers hat, gleichzeitig aber 6 Regale und 20 Menschen beherbergt und ein Mönch und ich uns in die Quere kommen. Es ist eine ungeschriebene Regel, eine Sache des Respekts ihm Platz zu machen. Würde einem Mönch (der auch noch so alt und wirklich hilfebedürftig erscheint) z.B das Geld auf den Boden fallen, dürfte ich ihm nicht das Geld aufheben und in die Hand legen.

Was ich mich seit meiner Ankunft in Thailand nun fragte: Ist es mir erlaubt mit Ihnen zu reden? Sie anzusprechen? Und was wäre, wenn sie mich nicht verstehen und ich sie dadurch in Verlegenheit bringe? Immerhin gelten sie in Thailand als die Allwissenden, von Buddha geleiteten Menschen, die „niemals“ Unrecht haben… Wäre es also unhöflich sie anzusprechen?

Bis heute habe ich noch kein einziges Mal einen Mönch angesprochen. Jedoch wurde ich mittlerweile mehrmals von ihnen angesprochen. Auch hier in Chiang Mai sprach mich ein Mönch an, erklärte mir allerlei Malereien, Skulpturen und führte mich in einen Tempel, in dem gerade eine Gruppe Jugendlicher versammelt war, die hier zur Schule gingen. Laut dem Mönch waren es werdende Mönche, die hier leben, wenig bis keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern haben und hier zum Buddhismus unterrichtet werden.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Buddhismus sind die Opfergaben. Dies können Lebensmittel aber auch z.B Blumengestecke sein, die hier sehr aufwändig auf dem Markt gekauft werden können.

Zu guter letzt ist Chiang Mai ein sehr guter Startpunkt für ein- oder mehrtägige Touren in den Wald, bei der man die faszinierende Landschaft sehen und erleben, aber auch Bergdörfer besuchen kann, die etwas abseits der zivilisation leben. Wir entschieden uns für eine 3 tägige Tour in Chiang Mais „Jungle“

Categories: Südostasien, Thailand

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