Chiang Rai

… und das Wat Rong Khun

Das Wat Rong Khun ist aufgrund seines Designs einzigartig und wohl einer der bekanntesten Thailands.
Alleine die Farbe Weiß ist in Thailand die traditionelle Farbe der Trauer. Hier jedoch verkörpert sie die Reinheit Buddhas. Durch das eingebaute Glas in den Mauern leuchtet der Tempel im Sonnenschein regelrecht und soll sich somit auch von der Erde abheben. Es soll die Weisheit Buddhas zeigen, die hell aus dem Universum scheint.

Insgesamt erzählt der gesamte Tempel Einzelheiten über den Kreislauf des Lebens eines Buddhisten. So läuft man anfangs an köpfen und hunderten armen vorbei, die sich einem entgegenstrecken – das Bild der „Hölle“ und tausenden Menschenseelen, die versuchen dort hinauszukommen um Buddhas Philosophie zu folgen. Hier darf man nur zum Tempel hin (und nicht zurück!) laufen, da man sich sozusagen von den weltlichen Versuchungen abwendet und den Weg Buddhas einschlagen möchte.

greifende Arme und Köpfe

Denn gleich danach überquert man die Brücke der Wiedergeburt und ist auf dem Weg zur geistigen Klarheit – dem Tempelinnenraum.

(Im Tempelinnenraum dürfen zwar keine Fotos aufgenommen werden, jedoch kann ich sagen, dass die Wandbilder die Geschichte Buddhas wiederspiegelt und mit gegenwärtigen Ikonen verziert ist. So findet man neben Batman, Hello Kitty auch George Bush oder Michael Jackson)
Von dort aus geht es wieder nur in eine Richtung hinaus und man wird somit, nach dem erreichen der „geistigen Klarheit“, in die Außenwelt wieder entlassen.

Jedoch findet man auch hier auf dem gesamten Gelände noch weitere Hinweise, auf ein „reines Leben“. So gibt es allerlei Kreaturen zu entdecken, die Zigarettenschachteln und Alkoholflaschen in den Händen halten. Sie sind die Dämonen und warnen sozusagen vor diesen Lastern. Zudem sind rund um den Tempel Drachen zu finden, die den Tempel und somit die Weisheit Buddhas vor bösem beschützen sollen.

weitere Dämonen

Etwas abseits des weißen Tempels sticht auch das goldene Gebäude ins Auge, das auf den ersten Blick wohl auch an einen Tempel erinnert.

Während der weiße Tempel für das geistliche steht, soll das Gold nun das körperliche symbolisieren. Ironischerweise befinden sich hier drinnen unter anderem die Gästetoiletten. Jedoch soll es eigentlich ein Hinweis darauf sein, sich nicht nur um die Materiellen/weltlichen Dinge im Leben zu konzentrieren, sondern auch auf den Geist.

Bei unserer Rückfahrt machten wir noch einen kleinen Halt in einem Dorf, in der sich vereinzelte der „Akha“ und „Longnecks-Karen“ zwangsniedergelassen haben.

Langhals-Karen

Eine Frau der Akha

Auch wenn die Frauen wirklich sehr offen und nett sind und stetig lächeln, werden sie wahrscheinlich ein weniger schönes Leben führen. So ist die politische Verfolgung und die Einhaltung der Menschenrechte ein großes Problem in Südostasien, dass die Bergvölker besonders betrifft. Somit sind die auf den Bildern zu sehenden Menschen mehr oder weniger dazu gezwungen dort zu leben, ihren Schmuck und traditionelle Kleidung zu verkaufen um überhaupt von etwas Leben zu können.

(Falls du noch etwas über Bergvölker aus Südostasien, deren Lebessituation und weitere Hintergründe wissen möchtest, erfährst du hier mehr)

Auf unserer knapp 3 stündigen Fahrt zurück nach Chiang Mai machten wir auch noch eine letzte Pause auf einem kleinen Markt. Dort gab es hauptsächlich frische gekochte Eier, die am Straßenrand von kleinen Geysiren erhitzt wurden.

Dafür hatten die Frauen lange Stäbe mit einem kleinen Netz am Ende, worin sie die Eier legten. Nun konnten sie wie eine Angel die Eier in die „Hot pots“ halten und dort kochen lassen.

Categories: Südostasien, Thailand

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>