Laos

Grenzübergang Vietnam

Der wohl chaotischste Grenzübergang

Schon in Luang Prabang hatten wir uns für stolze 84 US Dollar das Visum für Vietnam ausstellen lassen, sodass wir nun von Vientiane aus auf den Weg machten.

Dazu nahmen wir wieder einen Sleeping Bus und hatten diesmal sogar in der letzten Reihe eine komplette Liegefläche für uns. Auch trafen wir wieder 3 Mädels von unserer Slowboat-fahrt die uns später wohl noch so einiges gerettet haben…

Wir fuhren gegen Abend los und sollten am nächsten Morgen erst an der Grenze sein. So schliefen wir relativ schnell ein und wurden diesmal auch nicht so durchgeschaukelt, wie bei unserer letzten Fahrt.
Schon gegen 3 Uhr morgens hielten wir und fanden uns zwischen Lastern, vollbepackten Pkws und dem reinsten Chaos an der Grenze zu Vietnam wieder, die allerdings geschlossen hatte. Es würde noch eine Weile dauern sagte man uns und so schliefen wir weiter.

Bis wir um 5 Uhr mit einem rießen Aufstand im Hauruck verfahren aus dem Bus geschmissen wurden.

Mit Geldbeutel, Reisepass und Trinken unterm Arm machten wir uns 5 in der Dunkelheit zu dem kleinen Gebäude mit 10 verschiedenen Schaltern – die allesamt geschlossen waren. Der Raum füllte sich nach und nach, die Menschenmasse wurde erdrückend, bis schließlich um kurz nach 6 der erste Schalter aufmachte. Natürlich hatten es alle wirklich total eilig und schmissen sich dem Schalter entgegen, einige Busfahrer gaben sogar Tüten voller Reisepässe ihrer Gäste dem Beamten, sodass wir unsere Chance, irgendwann dran zu kommen, schwinden sahen.
So beschlossen wir 5 von einfach allen Seiten auf den Schalter zuzugehen und der dem Schalter am nächsten war, solle alle Pässe auf einmal abgeben. Nach ewigem gedränge kamen wir auch dran – mit einer Ausnahme… Denn ab hier fand das

Wort des Tages:

„Bearbeitungsgebühr“

seinen Anfang. So wollte die gute Frau 2 Dollar pro Person
und ließ sich nicht davon abbringen. (Wenn man bedenkt, dass sie uns nur einen Stempel, als Nachweis für das verlassen von Laos geben musste und nachsehen sollte, ob wir alles für ein Vietnam Visum haben…)
Weil wir ja nicht wussten, ob überhaupt noch andere aus unserem Bus da waren beeilten wir uns jedoch lieber, zahlten, gingen nach draußen und stellten fest;

Unser Bus ist weg!

Mit all unserem Gepäck…

Wir sollten den Berg etwas hinunter gehen, denn da würde unser Bus warten sagte man uns. Erleichtert machten wir uns auf den Weg.

Allerdings hätten wir nicht gedacht, dass sich der Weg so zieht, über Stock und Stein und quer über eine Baustelle führt. Es gab die ersten Bedenken, ob wir denn richtig wären. Denn was wäre, wenn wir den Grenzpunkt verpasst hätten und somit nun „illegal“ eingereist wären, so ohne Stempel im Pass?!
Schließlich aber stand ein Beamter einsam vor einem kleinen Häuschen und wollte unsere Pässe sehen. Wir seien richtig, müssten jetzt allerdings 1,50 Dollar Bearbeitungsgebühr zahlen. Dann entließ er uns zum eigentlichen Grenzpunkt, wo wir uns anmeldeten, die nötigen Stempel in unsere Pässe bekamen und (wer hätts gedacht?) weitere Bearbeitungsgebühren zahlen mussten.

Als wir uns auf den Weg zu unserem Bus machten, durchquerten wir wieder ein Durcheinander von PKWs, Bussen, Lastern und fanden uns schließlich wieder in der letzten Reihe. Die Fahrt ging weiter, Berg auf Berg ab durchs Gebirge…

Wir näherten uns den ersten kleinen Städten, die unsere Busfahrt in eine Achterbahnfahrt verwandelten. Die Straßen wurden so dicht befahren, es wurde überholt wo kein Platz mehr war,… und dass alles in einer Wahnsinns Geschwindigkeit. Durch die Frontscheibe sahen wir dem geschehen zu, bangten um die vielen Mopedfahrer um uns herum und murmelten immer wieder vor uns hin „das passt nicht, nein, zu wenig platz, niemals!…das macht er jetzt nicht ernsthaft…?“

Am Busbahnhof in Hanoi nahmen wir uns ein Taxi, dass und zum Hostel bringen sollte. Es war ein wirklich sehr netter, unterhaltsamer Fahrer, der uns seine neueste Musik CD aus den USA zeigen wollte. Laut drehte er die Musik auf, redete und redete… und vergaß schließlich am Berg die Bremse zu halten, sodass wir rückwärts rollten. Wir schrieen er habe die Bremse vergessen aber durch die laute Musik, nahm er uns erst in letzter Sekunde wahr – besser als zu spät!

Spät am Abend kamen wir in unserem Hostel an und schmiedeten gleich pläne für den nächsten Tag in Hanoi

Categories: Laos, Südostasien, Vietnam

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