Jaipur

Die“Pink City“

„Hei Leute, bitte alle einmal nach links schauen. Wir machen nur eben eine verrückte U-Drehung mitten auf der Kreuzung da vorne“ rief unser Guide durch unseren Bus. Und schon stürzten wir uns Verkehrschaos Jaipurs, wo neben den üblichen Verkehrsteilnehmern in Asien, wie Hunde, Hühner und Schweine, dieses Mal auch Kamele, Pferde, Schweine, Elefanten und natürlich die heiligen Kühe teilnehmen.

Umso mehr überraschte es, dass selbst hier, der Inbegriff des Chaos, auch ruhige Gegenden beherbergt und selbst Kinder hier lieblich spielen können. So machten wir uns am späten Nachmittag auf einen Spaziergang durch die Stadt und sahen überall Kinder, die mitten in der Stadt Drachen bauten und hinauf steigen ließen.

In anderen Ecken spielten Musiker, wie er, auf heimischen Instrumenten und sangen dabei. Wie viele Inder, trägt auch er 3 Senkrechte Streifen (meist aus Sandelholzpaste und roter „Sindoorfarbe“) auf seiner Stirn. Diese bedeuten, dass er ein Anhänger der Gottheit Vishnu ist.

Wir liefen weiter, vorbei an den Blumenverkäufern, die Opfergaben für die Götter verkauften,…

den vielen Marktständen,…

…bis wir schließlich unser abendliches Highlight erreichten: Ein Bollywood Kino!

Nachdem wir schon von äußeren des Gebäudes relativ überrascht waren, haute uns der Innenraum des Kinos regelrecht um. Denn dieser glich schon fast einem Palast;

Im Kinosaal selbst war es leider nicht erlaubt zu fotografieren. Allerdings glich dieser einem jeden beliebigen Kinosaal mit einer Ausnahme; denn im Gegensatz zu einem „normalen“ Kino, gibt es hier sage und schreibe 1160 Sitzplätze! Und nein, besonders viele freie Sitzplätze schien es nicht mehr zu geben!
Als das Licht ausging, und in jedem Kino wohl nun um ruhe gebeten würde, fing in diesem Kino nun eine regelrechte Party an. Denn bei jedem neu erscheinenden Charakter wurde gepfiffen und geklatscht während andere sogar bejubelt wurden und das Publikum regelrecht in Ekstase trieb. Dementsprechend sorgten dramatische Szenen für deutliches entsetzen unter den Zusehern, die anfingen mit ihrem Popcorn um sich zu werfen, aber auch für spontanes mitsingen und -bewegen wenn die typischen Bollywood Sing-/ und Tanzeinlagen anfingen.

Am nächsten Morgen machten wir uns zum eigentlichen Wahrzeichen der Stadt; den dunkelroten/rosa Mauern und Häusern, die bis auf wenige Stellen den Kern der Altstadt umgeben.

Das Highlight davon ist der „Palast der Winde“, der jedoch lediglich eine Fassade ist. Insgesamt sind diese Bauwerke der Grund für Jaipurs Spitznamen; „Pink City“.

Abseits der Stadt befindet sich das „Amber fort“, welches wir gleich am Mittag besichtigten. Erbaut wurde dieses um 1590 und diente als Herberge der jeweiligen Könige und deren Harem.


Natürlich sind auch hier allerlei Reparaturen zu erledigen. Dass es dort aber gute 200 meter abwärts geht, schien hier wohl niemanden so richtig zu interessieren…

Mein Eigentliches Highlight jedoch, wobei ich wirklich Stundenlang hätte zuschauen können, befand sich auf dem Weg zwischen dem Palast auf dem Berg und dem Eingangstor im Tal; die vielen vielen bunten Elefanten, die gemütlich den Weg auf und -abliefen.

Categories: Indien, Reisen, Südasien

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